Der Musiker hinter ArcaLyra
Hallo, ich bin Birk.
Ich wurde 1992 in Karlsruhe geboren und komme aus einem kleinen Dorf im Kreis Karlsruhe. Musik begleitet mich seit meinem sechsten Lebensjahr. Mit acht habe ich die alte Klarinette meines Vaters entdeckt — und bin diesem Instrument seitdem mit einer längeren Unterbrechung während meines Studiums treu geblieben.
Seit meinem Wiedereinstieg spiele ich mit besonders großer Begeisterung. Heute bin ich in zwei Orchestern Registerführer: in meinem Heimatverein und in einem Auswahlorchester. Über die Aufnahme dort bin ich bis heute glücklich und stolz. Ich habe Menschen kennengelernt, die meine Leidenschaft teilen und mich schließlich auch auf die Idee für ArcaLyra gebracht haben.
Neben der Klarinette spiele ich gelegentlich auch Klavier und Schlagzeug. Mittlerweile übernehme ich außerdem die Mallets in einem Projektorchester.
Mein Weg dorthin war allerdings ziemlich wenig geradlinig. Nach meinem Abitur 2012 in Pforzheim habe ich vier Semester Maschinenbau studiert und später ein Studium in Digital Film Design abgeschlossen. Beruflich habe ich unter anderem 3D-Fahrzeugmodelle für die Konfiguratoren von Mercedes betreut.
Ich habe mich schon immer für sehr viele Dinge interessiert. Technik, Gestaltung, Musik, Informatik, handwerkliche Projekte — am liebsten hätte ich mich mit allem gleichzeitig beschäftigt. Mich für einen Weg zu entscheiden, bedeutete für mich immer auch, viele andere Ideen liegen zu lassen. Das fiel mir schwer.
Wie daraus ArcaLyra wurde
Seit Anfang 2025 arbeite ich intensiv mit KI-Werkzeugen. Damit konnte ich plötzlich Vorhaben angehen, für die mir vorher einzelne Fähigkeiten oder schlicht die Zeit gefehlt hatten.
Vieles habe ich mir schon vorher selbst beigebracht. Ich beschäftige mich gerne lange mit einem Problem, versuche seine Zusammenhänge zu verstehen und lerne, was ich zur Lösung brauche. Mit KI hat sich für mich vor allem verändert, wie viel ich davon tatsächlich umsetzen kann.
Bei ArcaLyra nutze ich sie als Erweiterung meiner Fähigkeiten: für Programmierung, technische Detailfragen, Tests und Aufgaben, die ich sonst auslagern müsste. Dadurch kann ich mehr Aufmerksamkeit auf den Aufbau der App, ihre Bedienung und die musikalischen Ideen dahinter richten.
Die Entscheidungen treffe ich selbst. Ich benutze ArcaLyra in meinen Proben, bemerke dabei Dinge, die mich stören, und arbeite daran weiter. Dazu kommen die Erfahrungen und Rückmeldungen anderer Musiker. Genau daraus entstehen viele der Verbesserungen.
Warum ich KI trotzdem kritisch sehe
Dass mir diese Werkzeuge so viel ermöglichen, bedeutet nicht, dass ich ihre Entwicklung bedenkenlos begrüße. Gerade durch die tägliche Arbeit damit macht mir die Aussicht auf immer leistungsfähigere und autonomere Systeme ernsthaft Sorgen.
Ich befürchte, dass wir ihnen Aufgaben und Handlungsspielräume übertragen könnten, deren Folgen wir nicht mehr ausreichend überblicken. Ich kann nicht vorhersagen, ob oder wie es dazu kommt. Meine persönliche Haltung ist trotzdem deutlich: Ich wünsche mir einen Stopp des Ausbaus immer mächtigerer, autonomer KI und einen stärkeren Fokus darauf, die vorhandenen Möglichkeiten sinnvoll einzusetzen.
Diese Sorge gehört genauso zu meiner Geschichte wie die Begeisterung darüber, was ich mit diesen Werkzeugen schaffen kann.
Was mir ArcaLyra persönlich bedeutet
Die Arbeit daran gibt mir die Möglichkeit, meine verschiedenen Interessen miteinander zu verbinden. Manche Abläufe kann ich vorbereiten und begleiten, während zwischen den Arbeitsschritten Zeit für meine Familie, den Garten oder Musik bleibt. An anderen Tagen sitze ich vierzehn Stunden am Rechner. Eine App zu entwickeln und zu veröffentlichen besteht schließlich aus erheblich mehr als Programmieren.
ArcaLyra ist für mich die Gelegenheit, aus meinen Ideen etwas zu machen, das andere Menschen tatsächlich benutzen können. Ich möchte eine App weiterentwickeln, mit der ich selbst gerne musiziere und die auch anderen im musikalischen Alltag hilft.
Und wenn du beim Spielen etwas entdeckst, das besser funktionieren könnte, erzähl es mir. Vieles an ArcaLyra beginnt genau mit so einer Rückmeldung.
